Use-Case-Discovery: wo KI im Mittelstand wirklich Hebel hat
Die häufigste Fehleinschätzung im Mittelstand: KI als universelles Werkzeug zu betrachten, das überall Effizienz hebt.
Hochwertige Use-Cases liegen meistens an drei Stellen:
- Wiederkehrende Wissensarbeit mit unstrukturiertem Input — Angebotsausarbeitung, Vertragsanalyse, Lieferanten-Korrespondenz, Support-Triage
- Datenextraktion aus Dokumenten, E-Mails, PDFs — Rechnungs-Erfassung, Lieferschein-Verarbeitung, Stammdaten-Pflege
- Recherche- und Synthese-Aufgaben mit nachweisbarer Quellenlage — RAG über interne Dokumente, Wettbewerbsbeobachtung, Markt-Briefings
Was selten wirtschaftlich ist:
- KI als Ersatz für gut definierte ETL-Pipelines
- KI für Aufgaben mit hohem Halluzinations-Risiko und harter Compliance
- KI als reine Chatbot-Spielerei ohne Anbindung an echte Daten
Unser Discovery-Format: zwei Workshop-Halbtage mit den operativen Köpfen — nicht mit dem Lenkungskreis. Wir gehen die wirklichen Tagesabläufe durch (welche Mails kommen rein, welche Excel-Tabellen werden täglich geöffnet, welche Reports werden manuell zusammengetragen) und bewerten jeden Kandidaten auf vier Dimensionen: Häufigkeit, Komplexität, Fehlertoleranz und Datenverfügbarkeit.
Output ist eine priorisierte Roadmap — typischerweise 3–5 Quick-Wins für die nächsten 8 Wochen plus 2–3 strategische Cases für 6–12 Monate, jeweils mit grobem Aufwand und Wirtschaftlichkeits-Hypothese.


